Hohlkernfaser nutzt luftgefüllte Kanäle anstelle von Glaskernen und ermöglicht ultraschnelle Übertragung mit extrem niedriger Latenz für 6G/7G-Netze.
Glasfaser und Backhaul
Was ist Hohlkernfaser?
Hohlkernfaser ist eine fortschrittliche optische Fasertechnologie, die Licht durch luftgefüllte Kanäle statt durch massive Glaskerne leitet. Im Gegensatz zu herkömmlichen Glasfasern, die auf Totalreflexion basieren, nutzt Hohlkernfaser photonische Bandlückeneffekte oder antiresonante Strukturen, um Licht im hohlen Kern einzuschließen.
Funktionsweise
Hohlkernfasern nutzen eine mikrostrukturierte Ummantelung aus winzigen Luftlöchern oder dünnen Glasstegen, die den hohlen Kern umgeben. Diese Struktur erzeugt photonische Effekte, die verhindern, dass Licht aus dem Kern entweicht, und die Signalübertragung durch Luft statt durch Glas leiten. Da Licht sich in Luft ~47% schneller als in Glas ausbreitet, reduziert dies die Latenz erheblich.
Rolle in 6G/7G-Netzen
Hohlkernfaser ist eine Schlüsseltechnologie für 6G/7G-Netz-Backhaul und Kernnetz-Infrastruktur, wo Latenzen unter einer Millisekunde entscheidend sind. Die reduzierte Signallaufzeit unterstützt direkt die Anforderungen ultraniedriger Latenzanwendungen wie Fernchirurgie und autonomes Fahren.
Aktueller Stand
Hohlkernfaser befindet sich in der Übergangsphase zur kommerziellen Einführung, wobei Unternehmen wie Lumenisity (erworben von Microsoft) und OFS Fasern in kommerzieller Qualität produzieren.